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ABQ Schulprojekt
Internetadresse des Projektes
  www.abq.ch
Multiplikatoren
  Lehrpersonen
Zielgruppe
  Schulklassen im Kanton Bern, Lehrerinnen, Lehrer und andere Erziehende in der ganzen Schweiz
Sprache/n der Intervention
  Deutsch
Nutzen des Projektes für Sie
  Homosexualität ist zwar gemäss dem Berner Lehrplan ein Thema, dennoch ist in sehr vielen Schulen nach wie vor ein Tabu. Viele Lehrpersonen fühlen sich aus verschiedenen Gründen unsicher in der Thematisierung von Homo- und Bisexualität in ihrer Klasse. Das Schulprojekt ABQ unterstützt Lehrpersonen dabei, sexuelle Orientierung in der Klasse zum Thema zu machen.
Das Projekt in Kürze
  Das Schulprojekt ABQ wurde 1999 in Bern gegründet. Jeweils zwei Männer und zwei Frauen gehen zusammen auf Schulbesuch, diskutieren mit den Schülerinnen und Schülern Vorurteile, vermitteln Informationen, erzählen aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen, beantworten Fragen und regen die Jugendlichen zum Nachdenken an.

Weiter bietet ABQ persönliche Beratung von Lehrpersonen an und führt Kurse für angehende und amtierende Lehrpersonen und Präventionsbeauftragte durch.
Das sagen die Multiplikatoren oder die Zielgruppe über die Intervention
 

  • Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern: „Homosexualität ist im Lehrplan für das 7.-9. Schuljahr ein obligatorischer Unterrichtsinhalt; er ist eingebettet in einen grösseren thematischen Zusammenhang im Rahmen des themenfeldes „ich selber sein – Leben in Gemeinschaft“. Aus Sicht der Erziehungsdirektion können ABQ Schulbesuche einen wichtigen Beitrag zur Thematisierung von Liebe, Beziehung und Sexualität in der Schule leisten“.

  • Beispiele von Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen werden in Kürze auf unserer Webpage aufgeschaltet.

Angaben über die Trägerschaft
  Verein ABQ Schulprojekt, Bern
Postfach 506
3000 Bern 9
  www.abq.ch
Angaben über die Projektleitung
 
s. unter http://www.abq.ch/team-vorstand.html
Vorstand ABQ Schulprojekt
Postfach 506
3000 Bern 9
Schweiz
076 56 56 106 (Schulbesuche) - 076 55 99 065 (Übriges)
vorstand@abq.ch
Angaben über die Ansprechperson
 
Lic. phil. Psychologin FSP, Primarlehrerin, Dozentin PH Bern
Kauer Marianne
Schweiz
076 55 99 065
marianne.kauer@abq.ch
Sponsoren/ Finanzierung
  Im Jahr 2008 haben wir einen Beitrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern erhalten.
Geografische Reichweite
  Deutschschweiz
Behandelte Themen
  «Homosexualität»  «Psychische Krankheit»  «Selbstvertrauen und Selbstwert»  «Sexualität»  «Suizidalität» 
 

  • Chancen und Risiken schwullesBischer Orientierung.

  • SchwullesBischer Coming Out Prozess.

  • Homophobie / Heteronormativität in Schulen.

  • Methoden für die Thematisierung von sexueller Orientierung im Unterricht.

  • Beratung von schwulen, lesbischen und bisexuellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Ausgangslage
  Es wäre wünschenswert, dass die Schule, in der Kinder und Jugendliche einen wesentlichen Teil ihres Alltags verbringen, für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder andern Aspekten ihrer Identität ein Ort des gegenseitigen Respekts und der Toleranz darstellt. Obwohl eine Standesregel im Berufsleitbild des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) explizit auch Schutz vor Diskriminierung aufgrund der „geschlechtlichen Orientierung“ beinhaltet, wird das Thema „Homosexualität“ an den Schweizer Schulen bislang allerdings weitgehend ignoriert.

Dies ist umso beunruhigender, wenn man bedenkt, dass zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, dass homosexuelle Jugendliche, die in der Familie oder in der Schule wenig Akzeptanz und Unterstützung erleben, häufiger über einen zum Teil massiv schlechteren psychischen Gesundheitszustand, über mehr Risikoverhalten und sowie über ein tieferes emotionales Wohlbefinden berichten als ihre heterosexuellen Gleichaltrigen oder als homosexuelle Jugendliche, die sich unterstützt und akzeptiert fühlen. Hier setzt die Arbeit von ABQ an.
Ziel/e
  Alle Schüler/innen sollen während ihrer Schulzeit die Möglichkeit bekommen, sich auf konstruktive und wertfreie Art und Weise mit verschiedenen sexuellen Orientierungen auseinanderzusetzen.

Angehende und amtierende Lehrpersonen sollten über psychosoziale Risiken von schwulen, lesbischen und bisexuellen Jugendlichen informiert sein und mindestens soweit geschult werden, dass sie nicht nur bei rassistischen und sexuistischen Sprüchen, sondern auch bei homophoben Bemerkungen selbstsicher und kompetent reagieren (können).
Setting der Intervention
  «Schule»  «Beratungsstellen / Fachstellen» 
  Schulklassen (Schulbesuche) und Lehrer/innenzimmer, Fachstellen (Kurse)
Massnahmen und Produkte
 

  • Schulbesuche ab der 6. Klasse

  • Kurse für angehende und amtierende Lehrpersonen

  • Einzelberatung von Lehrpersonen

  • Beratung von Studierenden, die im Rahmen des Studiums eine Arbiet zum Thema schreiben

  • Webseite mit Informationen zum Thema, Hinweisen auf Literatur und Materialien für die Unterrichtsgestaltung sowie wissenschaftlichen studentsichen Arbeiten zum Thema

Umsetzung
  Thematisierung von sexuellen Orientierungen durch die Lehrperson mit Unterstützung von ABQ und/oder halbtägiger Schulbesuch, durchgeführt von einem ABQ-Team
Kosten für die Multiplikatoren und für die Zielgruppe
  Einzelberatung von Lehrpersonen, kostenlos
Schulbesuche, pauschal Fr. 300.00 (Richtpreis)
Kurse für Lehrpersonen und Präventionsbeauftragte nach Absprache
Werbematerialien
  • ABQ Prospekt (http://www.abq.ch/downloads/ABQ-Flyer.pdf)

• Poster (http://www.abq.ch/materialien/Poster-bestellen.pdf) und Postkarten mit Poster-Sujets

Bestellen unter abq@abq.ch
Ansatz / Theoretischer Hintergrund
  Aus der Einstellungsforschung ist bekannt, dass Unwissenheit über Fremdgruppen zu Vorurteilen führt und dass ein geeigneter Weg, um diese zu beseitigen, ein direkter, positiv verlaufender Kontakt mit Menschen ist, die einer solchen Fremdgruppe angehören.

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis verfolgt ABQ das Hauptziel, dass Jugendlichen aufgrund einer persönlichen Begegnung und neuen Informationen über lesbische, schwule und bisexuelle Menschen ihre Vorurteile hinterfragen und dazu ermutigt werden, sich eine eigene Meinung zum Thema Homosexualität zu bilden.
Evaluationen / Wissenschaftliche Studien
  Navarra, Katja
Abbau von Vorurteilen bei Adoleszenten am Beispiel der stigmatisierten Gruppe der Homosexuellen
Evaluation des Schulprojekts ABQ
Lizentiatsarbeit, Institut für Psychologie, Universität Bern, 2006.
Download unter: http://www.abq.ch/wissenschaft.html

Timmermanns, S. (2003). Keine Angst, die beissen nicht! Evaluation schwullesbischer
Aufklärungsprojekte in Schulen. Aachen: Jugendnetzwerk Lambda
NRW e. V.
Varia
  Mehr Informationen über das ABQ Schulprojekt finden Sie unter folgender direkten Adresse: www.abq.ch